Mein Gewicht heute früh am Morgen des vierten von vier aufeinanderfolgenden Fastentagen: 76,1 Kilogramm. Kein Grund, in Jubel auszubrechen, aber doch auch nicht das demoralisierende Ergebnis, das am Montag zu erwarten schien, denn das ist im Rahmen dessen, was ich vor zwei Wochen auch hatte. Morgen werde ich vermutlich beim gleichen Gewicht landen wie vor zwei Wochen, plusminus hundert bis zweihundert Gramm. Am Montag wog ich 1,7 Kilogramm mehr als am Montag vor zwei Wochen, also will ich mich darüber mal nicht beschweren.
Normalerweise poste ich ja immer im Anschluß an ein langes Fastenintervall, aber morgen fahre ich für zehn Tage zu meiner Mutter, und da will ich mich morgen nicht durch einen Blogbeitrag unnötig unter Zeitdruck setzen. Ich freu mich schon darauf, es mir mit ihr zusammen gemütlich zu machen, und ich werde vorsichtshalber sogar eine Jacke mitnehmen, denn die vorhergesagten Temperaturen sind für Juli vergleichsweise frisch, vor allem morgens. Einen Schirm werde ich auch brauchen, denn es wird vermutlich mehr Regen- als Sonnentage geben. Aber es ist ja gut, wenn es mal wieder regnet. Ich bin schon gespannt, wie der Garten aussieht, wenn ich wieder heimkomme, vermutlich sind unsere Pflanzen gewachsen wie verrückt, und mein Mann wird der erntereifen Zucchinis nicht mehr Herr. Nach der langen Verzögerung durch den versuchten Totschlag durch die Schnecken haben sich die Zucchinipflanzen gut berappelt und haben es nun offenbar ziemlich eilig, die Produktion von Früchten nachzuholen, mit der sie einen vollen Monat später als letztes Jahr begonnen hatten.
Ein Gurke von eindrucksvollen Ausmaßen habe ich gestern schon geerntet, die erste im Prinzip "fertige" Zucchini heute. Beides kommt mit zu meiner Mutter, und dazu auch der erste Kohlrabi und ich pflücke morgen früh auch noch die größeren der Mangoldblätter, denn ich bezweifle, daß mein Göttergatte sie ernten und während meiner Abwesenheit selbst verspeisen wird. Ach ja, und bei den Nachbarn pflücke ich einige Mirabellen zum Mitnehmen, sie sind noch ziemlich fest, aber bereits genießbar. Keine Ahnung, ob die Mirabellen-Herrlichkeit schon vorbei ist, wenn ich wiederkomme, das wäre natürlich sehr schade, denn ich hatte ja große Pläne mit denen, weil die Nachbarn sie gar nicht so richtig mögen. Ob es auf dem Weg zum Lidl dann immer noch Brombeeren gibt, weiß ich auch nicht so genau. Eigentlich hatte ich ursprünglich ja vorgehabt, erst am Sonntag zu meiner Mutter zu fahren, und dann hätte ich morgen nochmal eine Ladung gepflückt. die allerersten, die reif waren, erwiesen sich nämlich vor einer Woche als sehr gut. Aber nun fahre ich ja schon morgen, also reicht mir das nicht mehr.
Letzte Woche entdeckte ich außerdem am Flußufer einen Baum mit Früchten, die ich erst für Mirabellen hielt, und pflückte ein paar davon. Es handelt sich aber um Kirschpflaumen. Sie sollen laut Wikipedia geschmacklich nicht besonders sein, aber wir fanden sie gar nicht schlecht. Aber vermutlich hat sich ein weiterer Überfall auf den Baum in zehn Tagen, wenn ich wiederkommen, auch schon erledigt. So ist das halt, wenn man wegfährt, wenn um einen herum alles mögliche zu reifen beginnt. Den Schnittlauch habe ich noch schnell geerntet, bevor ich abreise, aber weil meine Mutter ebenfalls Schnittlauch im Garten hat, wurde er gehackt und eingefroren. Letzten Sommer habe ich das regelmäßige Abernten überzähligen Schnittlauchs bis in den Herbst hinein verpeilt, aber diesen Winter wird er mir kaum vorzeitig ausgehen, wie mir das im letzten passiert ist. Basilikumblätter aus dem Garten habe ich auch eingefroren. Alles andere sieht mir so aus, als könne es noch bis zu meiner Rückkehr stehenbleiben.
Sehr gespannt bin ich aber, wie weit mein Mann mit der Küche gekommen sein wird, wenn ich wieder daheim bin. Immerhin hat er jetzt zwei volle Wochenenden und fünf Frühschicht-Nachmittage, an denen er sich vorrangig mit der Küche befassen will. Daß er ganz fertig sein wird, ist nicht zu erwarten, aber vielleicht sieht man ja endlich einmal, wie lange der Rest noch dauern wird. Daß das gesamte Haus seit März eine Baustelle ist, zermürbt mich ohne Ende. Das Wohnzimmer sieht aus wie eine Müllkippe, weil mein Mann überall Halden von Werkzeug und Baumaterial und teilweise auch nicht als solchen sicher identifizierbaren Abfall herumliegen gelassen hat. Das ist überhaupt ärgerlich, daß er immer alles irgendwo fallen läßt und ich nicht einmal weiß, braucht er das noch für irgendwas oder kann das doch weggeschmissen werden. Fragt man ihn, dann fühlt er sich aber belästigt. Also bleibt es meistens liegen, denn auch scheinbar eindeutige Fälle von Müll sind es manchmal nicht, und dann mault er mich natürlich an.
Also, Baustellen sind nicht gerade beziehungsfördernd. Es wird höchste Zeit, daß wir weniger davon im Haus haben.
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Dr. Eenfeldts Konzept der Satiety per Calorie, mit dem er vor einigen Jahren in Konkurrenz zur von ihm bis dahin propagierten ketogenen Ernährung gegangen ist, hat ihm leider kein Glück gebracht: Sein zugehöriges Unternehmen ist pleite. Trotz all meiner Kritik an dem Ansatz, der meiner Meinung nach in die falsche Richtung führte: Es tut mir aufrichtig leid um ihn. Er machte auf mich immer einen seriösen und von seinen Konzepten ehrlich überzeugten Eindruck. Um seine Seite Diet Doctor, deren Fortbestand damit fraglich geworden ist oder von dem Investment-Unternehmen, das sie erworben hat, jedenfalls bis zur Unkenntlichkeit verändert werden wird, tut es mir vor allem leid. Auf ihr bin ich seinerzeit erstmals auf Jason Fung gestoßen. Neun Jahre ist das nun schon her. Und es ist keine Übertreibung: Es hat mein Leben verändert.
Noch gibt es die Diet-Doctor-Seite aber, also wer sie schon immer mal anschauen wollte, aber ständig Wichtigeres zu tun hatte: Jetzt ist der richtige Moment, das noch schnell nachzuholen.
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Wie erfolgreich die Zuckersteuer in Großbritannien (gilt seit 2018) gegen Adipositas bei Kindern gewirkt hat, läßt sich hier bestaunen:
Bei Kindern bis sechs Jahre kann man davon ausgehen, daß sie die Art von Getränken konsumieren, die ihre Eltern kaufen, und die Zuckersteuer führte kaum dazu, daß sie ihr Einkaufsverhalten geändert haben. Es waren ja dieselben Getränkemarken, die Plörre enthielt nur weniger Zucker als vorher.
Der Ausreißer nach oben waren die Corona-Lockdowns und danach ging es mehrere Jahre lang wieder runter mit den Werten. Aber die Kurve ging nicht wieder auf den Vor-Corona-Wert zurück und wie man sieht, setzt sich der schleichende Anstieg mittlerweile von einem höheren Ausgangsniveau aus weiter fort. Die Zuckersteuer hatte, anders, als das all diese lautstarken Gesundheitströten behaupten, nachweislich nicht den positiven Einfluß, von dem sie immer sprechen. Ich wette um ein Kilo Stevia, daß die Zuckersteuer sich bei uns als genau derselbe Schuß in den Ofen erweisen wird. Wer setzt dagegen?
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Ein Update zur Übersterblichkeit während der Hitzewelle:
Das Statistische Bundesamt hat inzwischen die Zahlen der Todesfälle für die KW 27 publiziert und dabei auch die (vorläufigen) Werte der Vorwoche noch mal ein gutes Stück nach oben korrigiert. Mehr als 3000 Todesfälle pro Tag (was in früheren Hitzewellen vielleicht zwei- oder dreimal hintereinander als Maximum vorkam) gab es in KW 26 und 27 an sage und schreibe sieben Tagen, darunter waren zwei Tage mit zuvor niemals - nicht einmal bei Corona - in Deutschland auch nur annähernd an einem einzelnen Tag erreichten Zahlen. Für die abgebildeten Tage bedeutet das, grob überschlagen, mehr als 8000 Todesfälle mehr als in früheren Jahren.
| 25.06. | 26.06. | 27.06. | 28.06. | 29.06. | 30.06. | 01.07. |
| 3 145 | 3 458 | 4 311 | 4 724 | 4 832 | 3 521 | 3 116 |
| 2 589 | 2 701 | 2 516 | 2 482 | 2 497 | 2 514 | 2 619 |
| 2 722 | 2 858 | 2 945 | 2 865 | 2 624 | 2 514 | 2 453 |
| 2 305 | 2 570 | 2 399 | 2 436 | 2 558 | 2 490 | 2 356 |
| 2 614 | 2 628 | 2 668 | 2 651 | 2 656 | 2 964 | 2 693 |
| 2 344 | 2 411 | 2 317 | 2 573 | 2 481 | 2 424 | 2 339 |
Die Werte für 2026 sind in der obersten Zahlenreihe unter dem jeweiligen Datum, die Zeilen darunter geben die Werte der fünf vorausgegangenen Jahre an. Der Tag mit den meisten Todesfällen als Folge der Hitzewelle war also gar nicht der Sonntag, sondern der Montag. Womöglich wird auch diese Zahl aber noch einmal nach oben korrigiert, und falls die Korrektur so hoch ausfallen sollte wie bei der vom Sonntag, würde sogar ein Wert von 5000 Todesfälle überschritten werden.
Kompliment an Gereon Asmuth von der TAZ. Diese Zahlen wurden vom Statistischen Bundesamt am 14.7. irgendwann morgens vor halb zehn publiziert, und am 14.7. um 12 Uhr war sein Bericht dazu schon online. Aber diesmal kann ich immerhin beweisen, daß ich noch schneller war, ich hatte meinen Datenfreak-Kollegen von der TAZ, der mir wegen seiner Datenfreakerei ja per se sympathisch sein muß, nämlich schon morgens um halb zehn bei Bluesky auf diese Daten hingewiesen.
Nun habe ich mich ja in meinem letzten Beitrag über den ständigen "Lärm" um die Hitze beschwert. Das hat aber neben allem, was ich beim letzten Mal erwähnte, auch damit zu tun, daß in einem solchen Getöse immer der Teil unterzugehen droht, der wirklich von Bedeutung ist - falls es einen solchen gibt. Und dies hier IST von Bedeutung. Nicht nur, um durch besseren Hitzeschutz insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen künftig solche Todesfallzahlen wie dieses Jahr nicht mehr zu erleben. Der Vergleich mit den Todesfallzahlen durch die Hitzewelle im August 2003 bietet aber auch keine so richtig befriedigende Erklärung dafür, warum 2026 so viel mehr Todesfälle als 2003 zu verzeichnen waren, und die Frage ist, ob das irgendwem außer mir überhaupt aufgefallen ist. Ich sprach das ja schon im letzten Beitrag an, und mich beschäftigt es immer noch.
Hier die Todesfallzahlen von 2003:
Zum Vergleich der entsprechende 15-Tages-Zeitraum im Juni 2026:
Das markierte Datum entspricht jeweils dem Höhepunkt der Hitzewelle. Was mir sofort auffiel: 2003 dauerte es nach dem Höhepunkt der Hitze gerade mal drei Tage, bis die Todesfälle wieder im Bereich des Normalen lagen. 2026 dauerte es eine volle Woche.
Hier die Temperaturen vom August 2003:
Zum Vergleich der Verlauf im Juni 2026:
... sowie im Juli 2026, der ja noch bis zum 5. Juli bei den Todesfällen mitverzeichnet ist, obwohl die Tagesmittel der Temperaturen sich schon am Letzten des Juni normalisiert hatten:
Was war 2026 anders? Die Maximaltemperatur lag drei Grad höher, aber nur einen Tag lang. Ansonsten kommt mir das ziemlich vergleichbar vor, und vor dem Höhepunkt des Dramas lagen die Mittelwerte 2003 auch ein wenig höher. Ich habe ein Weilchen herumgehirnt, bis bei mir der Groschen gefallen ist, daß ich die Sache von der völlig falschen Seite her zu durchdenken versuchte, und über mich selbst den Kopf geschüttelt. Da lästere ich ständig über den schiefen Blick der Statistiker, die Menschen nur noch in Form von Nachkommastellen ihrer Statistiken wahrnehmen, und dann falle ich selber auf den Quatsch mit den Durchschnittswerten herein! Denn natürlich drücken die Tagesmittel im Durchschnitt Deutschlands nicht das aus, was sich an den einzelnen Orten abspielte und das ganz unterschiedlich gewesen sein kann. Natürlich war es überall sehr heiß, aber mancherorts eben doch noch heißer als anderswo, und das wird auch bei den Todesfällen einen Unterschied gemacht haben.
Nur, auf diesem örtlichen Level einen Vergleich zwischen Temperatur und Sterbefällen zu ziehen, wird wohl für einen Nichtwissenschaftler wie mich nur in Ausnahmefällen möglich sein, auch wenn sich die Temperaturen von vielen Städten problemlos ermitteln lassen. Was beim Statistischen Bundesamt aber zeitverzögert noch kommen wird, sind die Zahlen für die einzelnen Bundesländer, da kann man jedenfalls sehen, wie gleichmäßig oder ungleichmäßig die Todesfälle regional verteilt sind und ob es Häufungen vor allem dort gibt, wo die Temperaturen überall oder in Teilen des Lands besonders hoch waren.
Weil Baden-Württemberg 2003 zu den stärker hitzebetroffenen Bundesländern gehörte, habe ich mir die damaligen Daten speziell für BW noch einmal näher angeschaut, und schau an: Das Maximum des Tagesmittels für Deutschland gesamt wurde hier jedenfalls überschritten und liegt plötzlich nur noch knapp über 2 Grad niedriger als 2026.

Wenn ich auf Basis der bundesweiten Tagesmittelwerte davon ausgehe, daß eine Übersterblichkeit bei einem Wert von über 24 Grad einzusetzen beginnt (so jedenfalls lese ich das beim Vergleich der Temperaturen und den Todesfallzahlen heraus), waren es in BW anno 2003 elf aufeinanderfolgende Tage, an denen dieser Faktor gegeben war, vom 3. bis zum 13. August. Hier die zugehörigen Todesfallzahlen, zweite Zeile von 2003 und dritte Zeile zum Vergleich von 2002.
Was sofort auffällt: Der Höhepunkt der Sterblichkeit lag wie 2026 am Tag, der auf den heißesten Tag folgte, und es dauerte in BW tatsächlich auch länger als deutschlandweit, bis die Sterblichkeit wieder auf dem Niveau des Vorjahres lag, das war in etwa am 19.8. der Fall. Was aber nicht stattfand, war die Beinahe-Verdoppelung der Todesfallzahlen, die sich aus den Todesfallzahlen von 2026 deutschlandweit für drei Tage ergab, nämlich vom 27. bis zum 29.6. Am 29.6. liegt die Zahl tatsächlich sogar noch ohne die zu erwartenden späteren Ergänzungen fast genau doppelt so hoch wie der Vorjahreswert. Am 14.8.2003 in BW sprechen wir hingegen von einem Anstieg zwischen 60 und 70 Prozent, was ja auch schon verdammt viel gewesen ist, aber eben trotzdem eine Lücke von um die 30 Prozent im Vergleich zu den Deutschland-Zahlen von 2026 unerklärt lassen würde. Zumal die höchsten Tagesmittelwerte in BW erheblich näher dran waren an denen von 2026 und in der anfänglichen Hitzephase, bevor die Hitze noch einmal für kurze Zeit noch stärker anstieg, höhere Tagesmittelwerte aufgewiesen hatte.
Die spannende Frage, die nur die zugehörige Statistik beantworten kann, ist, wie es in BW im Juni 2026 mit den Todesfällen ausgesehen hat. Bislang habe ich für BW nur die Temperaturkurve, die zeigt, daß es ebenfalls elf Tage mit Tagesmittelwerten von mehr als 24 Grad gegeben hat, eine Vergleichbarkeit also gegeben ist:

Einen Anstieg wird es in jedem Fall gegeben haben, aber entsprach der eher den Werten von 2003 oder war er im Vergleich zu jenem Jahr ebenfalls noch höher? Falls nämlich letzteres der Fall gewesen sein sollte, dann würde ich weiterhin behaupten, neben der Hitze müßte auch nach weiteren auslösenden Faktoren gesucht werden, die jetzt vorliegen, aber 2003 nicht vorlagen. Und ich verwette mein letztes Hemd darauf, daß auch dann, wenn die Daten diesen Schluß nahelegen sollten, kein Mensch nach diesen weiteren Faktoren suchen wird, weil das Politikum, bei dem man das Eisen unbedingt so lange schmieden will, wie es den Leuten heiß ist, nun einmal der Klimawandel ist. So ist das nämlich in Wirklichkeit mit der dick aufgetragenen Besorgnis um die Gesundheit der Menschen. Dieses Thema wird regelmäßig nur instrumentalisiert, da gebe ich mich überhaupt keinen Illusionen hin. Für unsere jeweilige Gesundheit müssen wir uns weiterhin alleine interessieren, auch bezüglich der Hitze.
Beweisen Sie mir wenigstens für Ihre Person und Ihre Zeitung das Gegenteil, Gereon Asmuth. Wer mit solcher Leidenschaft Daten selbst auswertet, anstatt sich mit dem zu begnügen, was Ihnen von den Urhebern mundgerecht vorgekaut worden ist, kann doch eigentlich kein schlechter Mensch sein. ;-)
Ich glaube, das hatte ich schon erwähnt: Ich selbst bin sogar am heißesten Tag, dem Samstag, 17.6., ziemlich problemlos mit den Temperaturen klargekommen, weil es eine trockene Hitze war. Erst den Sonntag und fast noch mehr den Montag, als die hohe Luftfeuchtigkeit hinzukam, fand ich ziemlich unanangenehm.
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Auch beim Heizungstausch ist die Wärmepumpe 2025 die bevorzugte Wahl der Gebäudeeigentümer geworden, das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet, daß 2025 weniger Heizungen getauscht wurden, das heißt, es wurden mehr defekte Altgeräte repariert und auf einen Austausch gegen ein neues verzichtet. Genau was ich kommen gesehen habe. Es lohnt sich für Interessierte, den Volltext vom IW zu lesen, die haben nämlich in vielen Einzelpunkten zur Entwicklung des letzten Jahres genau die Dinge herausgefunden, auf die ich schon wiederholt hier im Blog hingewiesen habe, weil es mir naheliegend schien, damit zu rechnen.
Eine gute Nachricht ist es bestimmt trotzdem, daß der Anteil der Wärmepumpen beim Heizungstausch jedenfalls nicht zurückgegangen ist. Ich riskiere die Behauptung, daß ihr Anteil 2026 gleich geblieben sein wird und 2027 - gerade wegen des Gebäudemodernisierungsgesetzes - ansteigen wird. Jeder, der seine Gastherme reparieren läßt, weiß ja, daß das keine befriedigende Dauerlösung sein kann, aber als Miteigentümer in einer WEG hatte man ja bislang kaum eine andere Wahl, als sich damit zu behelfen, wenn es sich möglich machen ließ. Und je älter die Therme, desto eher ist es laut meinem Installateur möglich. Ich bleibe dabei, das neue Gesetz wird sich rückblickend als vorteilhafter als das alte erweisen, weil es den Besitzern von Eigentumswohnungen endlich vernünftige Handlungsspielräume gibt, während zeitgleich ja immer mehr an für einzelne Wohnungen nutzbaren Lösungen geboten wird, von dem Gebrauch zu machen bislang eine Art finanzielles russisches Roulette gewesen wäre.
Unklar blieb mir leider, ob unter "Wärmepumpe" beim IW nur das verstanden wird, was der Herr Reimer von der TAZ als Wärmepumpe erkennt, oder ob da auch Split-Klimaanlagen mit enthalten sind. Ich vermute, eher nicht, da der Autor wie Herr Reimer darauf hinwies, daß moderne Wärmepumpen jetzt auch im Sommer kühlen können. Split-Klima konnte das schon die ganze Zeit, also wäre das eine überflüssige Bemerkung gewesen. Ich bin ja mal gespannt, ob diese Art des Heizens auch noch in Mode kommt, bislang hat das ja weiterhin einen Geheimtip-Status.
Der Einbau unserer Split-Klimaanlage wurde nun für KW 32 angekündigt. Mein Mann hatte mich ja ein bißchen ausgelacht, weil ich die Stelle, wo das Truhengerät im Arbeitszimmer hin muß, schon so akribisch ausgeräumt hatte. Aber ich bin ganz froh, daß ich mir darum jetzt keine Gedanken mehr machen muß, und nicht zuletzt habe ich die weggeräumten Möbelstücke an anderer Stelle so gut untergebracht, wie ich mir das vorgestellt hatte. Komplizierter wird es mit dem Balkonkraftwerk, denn der Handwerker, den der Klimatechniker kennt, hat keine Zeit für uns. Dafür hat er wiederum einen anderen Betrieb empfohlen, bei dem wir uns auf ihn berufen sollen. Na, vor meiner Abfahrt kann ich da nichts mehr unternehmen, aber das probiere ich nach meiner Rückkehr noch aus, und falls das auch ein Schuß in den Ofen werden sollte, wenden wir uns ohne lange Zeitverzögerung an Hornbach. Ich möchte auch das demnächst mal vom Tisch haben.
Es ist unglaublich, zu was für Zeitfressern sich jede einzelne Sache entwickelt hat, die ich dieses Jahr in die Hand genommen habe. Und nichts scheint jemals fertig zu werden. Eigentlich hätte ich heute die fertig genähten Vorhänge abholen sollen, jetzt stellte sich heraus, daß der Stoff nicht für vier Fenster ausreicht. Dabei hatte ich alles vorher noch akribisch abgemessen. Den Vorhangstoff hatte ich für 20 Euro auf dem Flohmarkt gekauft. Beim Versuch, noch mehr davon aufzutreiben, stellte sich nun heraus, daß wir ein unglaubliches Schnäppchen mit diesem Stoff gemacht haben, bei dem der laufende Meter einen Neupreis von sage und schreibe 104 Euro hat. Meine Güte. So schön der Stoff ist, ich glaube, die zwei weiteren Meter verkneife ich mir doch. Statt dessen mache ich das, was die Schneiderin mir empfohlen hat, nämlich die Sache mit einem Uni-Stoff in einem dunkleren Rot zu kombinieren.
Wir haben sogar mit den Vorhängen aus der alten Wohnung einen Stoff, der farblich ausgezeichnet passen würde, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, sie zu verwenden, weil es ein dicker Wärmeschutz-Stoff mit einer ausgeprägteren Struktur ist. Wenn ich von meiner Mutter zurückgekehrt bin, werde ich den Stoff ausmessen, wieviel das überhaupt ergeben würde, und dann die Schneiderin fragen, was sie meint. Falls sie mir abrät, suche ich einen Stoff aus demselben Material wie der fruchtige auf dem Bild, aber in dem gleichen schönen Rot wie die alten Vorhänge. Und natürlich in der richtigen Menge.
Eine weitere unendliche Geschichte ist die Reparatur unserer schönen, aber defekten alten Wanduhr, die ist nun auch schon zwei Monate aus dem Haus. Vor September wird da nichts passieren, und wie lange es danach noch dauern mag ...?

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