Dienstag, 6. Oktober 2026

Ein paar Schnipsel, nur so als Lebenszeichen

Mein Gewicht heute früh nach dem ersten von vier Fastentagen: 79,6 Kilogramm. Gestern vor dem ersten Fastentag lag ich bei 81,5 Kilogramm, immerhin 1,4 Kilogramm weniger als vor zwei Wochen. Die Richtung stimmt also immer noch, aber da es nur noch zwei Wochen bis zum Start der nächsten LC-Phase sind, werde ich wohl noch mit einem Gewicht geringfügig über 80 Kilogramm starten müssen.

Seit etwa einer Woche bin ich malad, und die üblichen Hausmittel bewirkten leider keine Besserung, so daß ich letzte Woche endlich erstmals bei meiner neuen Hausärztin vorsprach, die mir ein Antibiotikum verschrieben hat. Das hat die gewünschte Wirkung gezeigt, ich glaube, jetzt bin ich über den Berg. Am Mittwoch letzte Woche war ich wahrhaftig mit einer heftig angeschwollenen linken Backe aufgewacht. Offenbar eine bakterielle Infektion, aber ich kann nicht sicher sagen, ob der Übeltäter zu Beginn im Zahnfleisch oder in den Nebenhöhlen rumorte - das hängt ja beides am gleichen Nerv und tut unweigerlich beides zugleich weh. Wie auch immer, jetzt scheint es überstanden zu sein. Ich fühle mich endlich wieder halbwegs fit und arbeite peu a peu alles auf, was seit einer Woche liegengeblieben ist, weil ich einfach mit nichts mehr vorwärtskam. Dieser Blogbeitrag gehört auch dazu, aber ich muß ihn gerade so ein bißchen zwischen Tür und Angel schreiben, deshalb enthält er nur ein paar Informationsschnipsel, die ich bitte, bei Interesse selbst weiterzuverfolgen. 

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Schnipsel 1 ist eine Studie, die belegen soll, daß eine Low-Carb-Ernährung mitnichten das Risiko von Herzerkrankungen erhöht, sondern im Gegentum. Ich bekam sie gerade erst zu sehen und habe dummerweise nicht die Zeit, um mich heute noch genauer mit ihr zu befassen, deshalb erst mal nur der Link. 

Schnipsel 2 ist ein Ärzteblatt-Bericht über eine Studie, die belegen soll, daß Patienten mit einer Diagnose aus dem autistischen Spektrum wesentlich früher sterben. Hier hatte ich einen kurzen prüfenden Blick auf die Studie geworfen und grüble nun darüber, warum ausgerechnet bei Influenza/Lungenentzündung und Mangelernährung die Todesfälle so auffällig häufiger sind, während Krebs so ziemlich die einzige Diagnose ist, die bei Autisten seltener auf dem Totenschein steht. Offenbar sind bei Autisten die eigentlich leicht behandelbaren Sachen gefährlicher als das, was uns Normalsterbliche am ehesten unter die Erde bringt. Das kann am medizinischen System liegen, das voraussetzt, daß wir alle willens und in der Lage sind, uns bei jedem Arztbesuch mit dem Onkel Doktor um die Dinge herumzustreiten, die er eigentlich besser wissen müßte als wir - etwas, was ich so ungern mache, daß ich mit Arztbesuche, bei denen mir so etwas blühen könnte, zu vermeiden versuche. Auch diesmal habe ich mich erst für den Arztbesuch entschieden, als mir klar war, daß ich Antibiotika brauche, die ich nun einmal nur von einem Arzt bekommen kann. Dazu überwinde ich mich nicht, solange ich noch eine andere Lösungsmöglichkeit sehe. Möglich, daß das US-Gesundheitssystem solches Verhalten noch riskanter machen würde und Irrtümer bei der Selbsteinschätzung schlimmere Folgen haben. 

Schnipsel 3 ist eine neue Publikation "Die demografische Lage der Nation" mit einer auf regionale Entwicklungen konzentrierten Prognose der demographischen Entwicklung bis 2045, also in den nächsten zwanzig Jahren. Mich hat sie vor allem deshalb interessiert, weil ich zum Thema Mietwohnungen ja ebenfalls einen Einfluß der demographischen Entwicklung sehe und man annehmen kann, daß aus Mangel in 20 Jahren anfängt, Überfluß zu werden. 

Wobei, in zwanzig Jahren sind meine Altersgenossen gerade mal um die 80 herum, das ist heute ja kein Alter mehr. Daß ihre Wohnungen frei werden, das wird zu dieser Zeit gerade erst allmählich einsetzen, und zwar am stärksten in den Regionen, wo das Durchschnittsalter besonders hoch ist, also im Osten, aber ebenso wird es in ländlichen Regionen schon spürbar sein, aber in den meisten Großstädten vermutlich noch nicht. Das wird aber trotzdem auch noch kommen, nur eben erst während des darauffolgenden Jahrzehnts, also zwischen 2046 und 2055, und teils auch erst später. Wie groß dieser Teil sein wird, hängt davon ab, was mit der Lebenserwartung und dem Anteil der Pflegebedürftigen mit meiner Generation weiter passiert. Im Jahr 2055 werde ich zum Beispiel 90 Jahre alt, so alt, wie meine Mutter es diesen Monat noch wird. Sie lebt noch im eigenen Haus.

In BW scheint man mit Wohneigentum jedenfalls für die nächsten zwanzig Jahre noch keine leise vor sich hintickende Zeitbombe zu haben, im Gegensatz zu großen Teilen der Bundesländer im Osten (minus ein großes Einzugsgebiet um das wohnungstechnisch ja katastrophal überfüllte Berlin).

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Apropos Wohneigentum: Mit unserem Wohnungsverkauf mußten wir schon wieder die Notbremse auslösen, weil es in der Wohnung einen Wasserschaden in der Küche gab, ausgelöst durch ein Leck in der Steigleitung in der Wohnung über ihr drüber. Es stellte sich dann auch noch heraus, daß die Bewohnerin jener Wohnung einen Stock drüber, eine ältere Dame, ziemlich heftig am Messie-Syndrom leidet, weshalb sich die Handwerker erst einmal weigerten, ihre Wohnung zu betreten, bevor dort die Zustände weniger unhygienisch geworden waren. Das ist für mich auch in einem Vierteljahrhundert Vermieten ein erstes Mal, daß ich so was erlebe. Wasserschäden hatte ich bislang zwei Mal gehabt, davon einmal in der von mir bewohnten Wohnung. Aber statistisch gesehen ist man früher oder später wohl einfach fällig, auch mal ein Messie-Problem zu bekommen. Zum Glück betraf es wenigstens nicht unseren Mieter. 

Inzwischen ist das Leck geschlossen, und die Versicherung hat die Sanierung zugesagt, aber im Moment dröhnt in der Küche noch das Trocknungsgerät. Ich habe also die Verkaufsanzeige deaktiviert und aktiviere sie erst wieder, wenn das alles erledigt ist, weil so was ja jeden Kaufinteressenten in die Flucht schlagen würde. Das wird noch mindestens einen Monat lang dauern, bis wir den Faden wieder aufnehmen können. Irgendwie paßt das in dieses gesamte Jahr, in dem rein gar nichts, das wir angefangen haben, einigermaßen normal und störungsfrei gelaufen ist.  

Immerhin scheint jetzt endlich mal Bewegung in die Sache mit unserem Balkonkraftwerk gekommen zu sein, jedenfalls habe ich, weil der Handwerker sich nun schon einen Monat lang nicht mehr gemeldet hat, einen anderen Betrieb am Ort kontaktiert, und der will jetzt übermorgen kommen und sich die Sache vor Ort anschauen. Er klang erstens bodenständig und zweitens ziemlich dynamisch, also hoffe ich mal, wir werden das Ding dieses Jahr noch bekommen. Auch einen Termin bei der Steuerberaterin habe ich jetzt endlich. Was aber nach wie vor aussteht, ist die Rechnung für die Split-Anlage, das irritiert mich ein bißchen. Mir wäre es lieber, wenn ich diese Sache endlich mal abschließen könnte, aber andererseits käme ich mir doof dabei vor, darüber zu meckern, daß ich eine Rechnung in vierstelliger Höhe noch nicht bezahlen konnte. 

Sicher sagen kann ich jetzt aber schon, daß meine Gasrechnung (Ablesetermin ist immer Anfang November) in jedem Fall um eine kleinere vierstellige Zahl an Kilowattstunden niedriger als im Vorjahr ausfallen wird, prozentual wird die Ersparnis zum Vorjahr irgendwo zwischen 10 und 20 Prozent liegen. Noch ganz unabhängig von der Split-Anlage. Aktuell ist Heizen ja noch nicht nötig, aber ich bin wirklich gespannt, wie es im Winterhalbjahr mit dem Heizen klappt. Und mir liegt was daran, daß ich die Stromkosten für die Split-Anlage wenigstens zum Teil durch das Steckerkraftwerk wieder reinkriege. 

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Die Erntesaison nähert sich bei uns langsam ihrem Ende. Die Quitten sind gepflückt, entsaftet und in Gelee verarbeitet, die Äpfel des einen Baums auch. Die am anderen brauchen noch zwei, drei Wochen, glaube ich, aber dieser Baum hat nur noch drei Äpfel, die anderen sind den Unbilden der Witterung zum Opfer gefallen. Dafür sind die Äpfel des ersten Baums zwar auch nicht viele, aber besonders schöne und große geworden. Das war der Baum, der so drastisch beschnitten worden war, also spekuliere ich darauf, daß das nächstes Jahr schon wieder erheblich mehr werden kann. Wie die Apfelsorten heißen, weiß ich leider immer noch nicht. 

Was jetzt noch geerntet werden muß, sind zum einen die allerletzte Gurke, bei der ich noch bis morgen warten will (danach wird das Wetter schlecht), zwei Zucchini, die vielleicht noch ein wenig weiterwachsen werden, die letzten reifenden Paprikaschoten (die Mehrheit hatte ich schon geerntet), den restlichen Mangold will ich am Wochenende pflücken und zu Mangold-Feta-Blätterteigschnecken verarbeiten.  Und dann bin ich supergespannt auf unsere Kartoffeln im hinteren Gartenbereich. Die Alexandras vorne an der Terrasse habe ich bereits geernet, und Menge wie Größe waren so lala, ungefähr ein Kilo waren es. Die kleinsten (alles was kleiner als eine große Glasmurmel ist) bewahre ich im Gewölbekeller mäusesicher auf, um sie nächstes Jahr im hinteren Gartenteil zu stecken, denn die dortigen Kartoffelpflanzen haben viel mehr hergemacht als die vorne, und ich tippe darauf, daß wir da eine wesentlich bessere Ernte bekommen werden. Auch die Tabakpflanzen, die wir ja erst mit einem Monat Verspätung einsetzen konnten, haben sich in den knappen drei Monaten noch hervorragend gemacht. Sie sind zwar nicht so hochgewachsen wie letztes Jahr, aber die Blätter sind keineswegs kleiner. Ein Teil hängt inzwischen auf der Terrasse zum Trocknen. Und was die Bohnen betrifft: Wir haben insgesamt um die 5 Kilogramm grüne Bohnen geerntet, davon habe ich dreieinhalb Kilo eingefroren. 

Die Kartoffeln will ich dann morgen ausbuddeln. Ab übermorgen soll das Wetter ja kühler und regnerisch werden, und das Kraut ist jetzt auch bei diesen Kartoffeln verwelkt, also hat es keinen Sinn mehr, zu warten. Ich bin schon supergespannt auf das Ergebnis.