Dienstag, 10. Februar 2026

Mein persönlicher Donald-Trump-Moment

Mein Gewicht heute früh nach dem ersten Tag des viertägigen Fastenintervalls: 75,7 Kilogramm. Gestern bin ich mit unvorstellbaren 78,3 Kilogramm gestartet - 1,6 Kilogramm Differenz zum Gewicht vom Sonntag. Alles, was ich am Sonntag im Laufe des Tages gegessen habe, hat zusammengenommen höchstens halb so viel gewogen. Mit anderen Worten: Das war irgendein komischer Sondereffekt, der nichts mit einer "echten" Zunahme zu tun hatte und vermutlich ausschließlich aus Wasser bestand. Das zeigte sich jetzt auch in einer Low-Carb-untypisch hohen Abnahme von gestern auf heute. Eine Ursache für die Wassereinlagerungen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber was die Waage anzeigt, ist nun mal ein Faktum. Noch bin ich nicht beruhigt, dafür müßte ich am Freitag mein Gewicht von vor zwei Wochen unterbieten, und das bedeutet mindestens ein Kilo minus pro weiteren Fastentag. Schauen wir also mal, wie die Sache am Freitag aussehen wird.

Auf der positiven Seite habe ich jetzt endlich meinen Mann darüber informiert, daß ich im Anschluß an Low Carb einen maximal vierwöchigen Endspurt plane. Sonderlich begeistert darüber war er nicht, aber da muß er jetzt halt durch. Damit gehe ich also ab dem 2. März in die Verlängerung, indem ich jede Woche vier Tage faste. Eigentlich hatte ich dabei vorgehabt, wieder vier Tage am Stück zu fasten, aber jetzt findet sich fast in jeder Märzwoche ein Termin, zu dem ich vermutlich unterbrechen muß, meistens am Mittwoch. Also wird es wohl überwiegend auf zwei Tage Fasten, einen Tag essen, zwei Tage Fasten hinauslaufen. 

Ziel ist, noch vor dem April erstmals vor dem Fasten ein Gewicht von 73,5 Kilogramm oder weniger zu haben. Ist das mal erreicht, habe ich meinen Seelenfrieden und kann mein Abnahmeprojekt endlich mal für erledigt erklären.  

Und wie geht es dann hier weiter? Nun ja. Natürlich will ich mein Gewicht dann - in etwa - halten. Es bleibt also auch dann weiterhin spannend. 

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Ich habe einen interessanten Nachtrag zu meinem Blogbeitrag zum Thema Rente: 

Daß "Bestandsrentner" jedenfalls im Moment tatsächlich keine niedrigere Rente als Neurentner haben - im verlinkten Beitrag stellte ich mir ja diese Frage - ergibt sich aus einer Grafik, über die ich heute stolperte. Es ist sogar umgekehrt, jedenfalls bei Männern: Die Zugangsrenten sind niedriger als die Bestandsrenten, wenn man die Neurentner von 2024 mit dem Durchschnitt aller Rentner vergleicht. Am höchsten ist die Differenz mit einem Minus, das fast zweihundert Euro monatlich ausmacht, bei Männern im Osten. Die einzigen, bei denen es statt Einbußen geringfügige Verbesserungen im Vergleich zu den Bestandsrentnerinnen gab, sind Frauen im Westen. Aber bei denen liegt die Eingangsrente 2024 trotzdem im Durchschnitt immer noch niedriger als 1000 Euro. Schuld daran ist die Minijobfalle. 

Die bestürzend stark eingebrochenen Renten bei ostdeutschen Männern (etwas weniger ausgeprägt ist die Differenz bei ostdeutschen Frauen), die jetzt ins Ruhestandsalter kommen (die Ende der Fünfziger Geborenen), im Vergleich zum Durchschnitt aller ostdeutschen Rentner sind das Erbe der zwei Jahrzehnte andauernden Niedriglohnphase nach der Wende für diejenigen, die nicht sowieso arbeitslos waren. Im Westen hat erst mit Zeitverzögerung die Agenda 2010 ihre nicht ganz so tiefen Spuren hinterlassen. Aber erkennbar sind sie auch. Dafür dürfen wir uns bei Gerhard Schröder bedanken. 

Angesichts dessen halte ich es aber vor allem für ausgeschlossen, daß die Neurentner von 2024 bei der Rente im Durchschnitt günstiger dran sind, als die Berufseinsteiger desselben Jahres es einmal sein werden. Das sollte irgendwer mal diesen wirtschaftswissenschaftlichen Wichtigtuern schonend beibringen, wenn sie mit ihren Renditeberechnungen daherkommen. 

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Der Bundesregierung mißlingt es weiterhin mit atemberaubender Zuverlässigkeit, irgendjemandem in diesem Land eine Art Sicherheitsgefühl zu geben oder wenigstens den Teil der Sicherheit, der noch gefühlt wird, nicht zu beschädigen. Die Kakophonie der von diversen Seiten vorgeschlagenen Abbauarbeiten an der sozialen Sicherheit hört einfach nicht auf. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, wenn solche Vorschläge nicht von innerhalb der Politik kommen, sondern von irgendwelchen Interessengruppen von außen via Medien an sie herangetragen werden. Sobald so was in den Radionachrichten war, bekomme ich das, wann immer es gesprächsweise erwähnt wird, unter der Formel "Weißt du, was DIE jetzt schon wieder vorhaben?" als mehr oder weniger beschlossene Sache präsentiert. Es spielt keine Rolle, ob es diese "DIE" als vermeintliche Einheit in Wirklichkeit gibt oder nicht. Wenn etwa laut einer Schlagzeile in der Wirtschaftswoche empfohlen wurde, den Kündigungsschutz zu lockern, dann verbucht der typische Leser das sofort auf dem ohnehin schon ellenlangen Sündenkonto der Bundesregierung.

Sollte die Bundesregierung so dämlich sein, daß ihr das gar nicht bewußt ist, fehlt es ihr an Kompetenz. Sollte sie es wissen und ignorieren, anstatt sich irgendwas Schlaues dazu einfallen zu lassen, wie sie so etwas wieder einfangen kann, dann spielt sie Hasard mit dem Fortbestand der Demokratie. Denn mittlerweile habe ich den Eindruck, schlichtweg jeder ist in tausend Ängsten vor dem, was ihm in Zukunft durch "DIE" angetan werden soll. Vermutlich wäre ich selbst längst in Panik, wenn ich mir nicht sicher wäre, daß ich mit allem klarkommen kann, was die sich an Grausamkeiten einfallen lassen mögen. Daß die Staatsfinanzen besser geordnet werden müssen, finde ich ja eigentlich einzusehen, und natürlich ist mir klar, daß ich von dieser Neuordnung am einen oder anderen Punkt im Vergleich zu jetzt einen Nachteil haben werde. Aber da dazu ein erkennbarer Rahmen fehlt, innerhalb dessen man sich selbst und seine jeweilige Lebenssituation wiederfinden kann, wird es aber natürlich von denen, die in gefühlt oder real weniger stabilen Verhältnissen leben, als Bedrohung der eigenen Person empfunden, und was besonders problematisch ist, ist, daß dann in der Regel auch noch mit unfairen Unterstellungen und Beleidigungen verbunden wird. Daß alle Reformvorschläge den einen roten Faden enthalten, daß sie auf Kosten von Menschen mit niedrigem bis mittleren Einkommen erfolgen sollen, während Besserbetuchte offenbar ungeschoren davonkommen und vielleicht sogar profitieren sollen, macht die Sache natürlich auch nicht besser. 

Die unfähige Wirtschaftsministerin hat, als wäre die Stimmung nicht ohnehin beschissen genug, wirksam dafür gesorgt, daß sich die Deutschen nun auch noch darum sorgen, ob ihre Heizung vielleicht bald kalt bleiben wird. 

Man könnte geradezu den Verdacht bekommen, Merz erfülle als Bundeskanzler einen Auftrag, nämlich die deutsche Gesellschaft populistenreif zu schießen, und die öffentlich-rechtlichen Sender unterstützten ihn dabei, damit es schneller geht. "Ist Donald Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla?", fragte Caren Miosga im NDR etwa allen Ernstes. Meine einzige Rückfrage an Frau Miosgas Sender lautet: "Wer hat euch eigentlich ins Hirn geschissen, so was allen Ernstes zu senden?" Frau Miosga irgendetwas zu fragen, erübrigt sich wohl. Als langjährige routinierte Talk-Tante versucht sie, die Quoten ihrer schwächelnden Talksendung zu pushen, und hat offenbar kein moralisches Problem damit, dies auf eine Weise zu tun, mit der sich meiner Meinung nach der Verfassungsschutz befassen sollte. Muß ich das noch begründen? Ein Blick auf die USA-bezogenen Nachrichten sollte eigentlich ausreichen, um diesen Punkt zu klären. Donald Trump tut dort so manches, was hier wie dort verfassungswidrig ist, und einstweilen sehe ich noch nicht, daß dort irgendwer imstande ist, ihn daran zu hindern. Die bloße Frage, ob Trump für uns eine Vorbildfunktion haben könnte, verbietet sich da ja wohl von selbst. 

Auch dann, falls es eine rhetorische Frage gewesen sein sollte, was ich nicht weiß. Ich habe diese Talksendung nicht gesehen und werde das auch nicht nachholen, aber mir ist natürlich klar, daß dieser Talk unter dem Vorwand geschah, die AfD "inhaltlich stellen" zu wollen. Und weil ich Caren Miosga schon verabscheut habe, als sie noch bei den Tagesthemen war, habe ich davon, wie das geschehen sollte, auch eine ungefähre Vorstellung. Hier aber erst einmal dies: damit wird man keinen AfD-Fan irgendwie beeindrucken. Der Zufall hat es nämlich gefügt, daß ich gestern mit jemandem, der diese Sendung gesehen hat, ins Gespräch kam. Ja, ein AfD-Wähler, jedenfalls einer, der sie künftig wählen will. Diese Person hat sich über die inquisitorische, als unverschämt empfundene Art, wie Miosga Chrupalla befragte, nicht weniger empört als ich über diese Fragestellung, mit der dieses Gespräch übertitelt worden ist. Wenn überhaupt, dann hat es ihren Entschluß gefestigt, daß ihr, so wörtlich, "gar nichts anderes übrigbleibe", als AfD zu wählen. 

Diese Reaktion wundert mich noch nicht einmal. Was habe ich schon vor fast zwanzig Jahren, als ich noch regelmäßig die Tagesthemen angesehen habe, ihren "investigativen" Interviewstil gehaßt, dieses mokante Lächeln, das gegenüber jedem Interviewpartner ausdrückte "Du lügst, aber ich krieg die Wahrheit schon aus dir raus", dieses Ins-Wort-Fallen, dieses Von-oben-Herab - ja, ich habe es auch als unverschämt empfunden, sogar dann, wenn ich den Interviewpartner selbst nicht leiden konnte. Denn so muß man solche Interviews nicht führen, jede "Zur Person"-Sendung mit Günter Gaus beweist das, in der Adenauer, Brandt, Schmidt und Strauß die unangenehmsten Fragen gestellt wurden, ohne daß durch Mimik, Gestik und Art der Fragestellung die Wertung des Interviewers von vornherein feststand, ohne daß er ihnen ins Wort fiel - und weil sie ausreden durften, legten sie sich auch keine Strategien dafür fest, sondern man bekam ein recht gutes Bild davon, wie sie ticken - sogar dann, wenn man ihnen kein einziges Wort glaubte. Das half dabei, die Antwort einzuordnen. 

Dabei ist dieser Interviewstil völlig sinnlos, meistens jedenfalls. Die gewohnheitsmäßigen Lügner aus Politik und Wirtschaft, die dieses Spiel beherrschen, sind durch so etwas kaum zu beeindrucken. Auftrumpfen kann man damit bei medienungewohnten Personen, die wohl mit einem Interview gar nicht einverstanden gewesen wären, wenn sie nicht bei der im Ruf der Seriosität stehenden Tagesthemen selbstverständlich von einer fairen Behandlung im Interview ausgegangen wären. Mit etwas Pech landete man dann in einer hochnotpeinlichen Befragung, und das hatte bestimmt nicht jeder von denen verdient, die sich dem in der Zeit aussetzten, als ich noch Tagesthemen anschaute. 

Bis Miosga eines Tagesthemen-Abends dann auf Uwe Hück traf, damals Betriebsratsvorsitzender bei Porsche. Der verpaßte ihr nämlich die Klatsche ihres Lebens. Am Ende des Interviews sah sie aus, als wäre sie von einem Panzer überfahren worden. Leider finde ich diesen Interview nicht auf YouTube, nur eines mit Marietta Slomka, die für das ZDF den Poltergeist vom Porsche ebenfalls interviewte. Das mit Miosga gefiel mir allerdings noch um einiges mehr, weil sie so viel mehr Federn dabei lassen mußte. 

Caren Miosgas Tagesthemen-Interview mit Uwe Hück im Jahr 2009 war mein persönlicher Donald-Trump-Moment. Denn eigentlich redete Hück brüllenden Blödsinn (das brüllend ist in diesem Fall außerdem wörtlich zu nehmen), und das habe ich sehr wohl gemerkt. Nur, es war mir egal. Für dieses Interview habe ich Uwe Hück jahrelang geliebt, weil es mir so eine aus der tiefsten Seele aufsteigende Genugtuung war, daß er es dieser unangenehmen und hinterhältigen Tagesthemen-Dame mal "so richtig gezeigt" hatte. Im Gegenteil, sein Verhalten schien ja seine Medienungeübtheit zu beweisen, und daß er trotzdem das Interview - ich kann es nicht anders ausdrücken - "gewonnen" hatte, das war irgendwie die verdiente Rache für all die früheren inquisitorischen Befragungen, über die ich mich so geärgert hatte. 

Jahre später ist mir erst aufgegangen, was da überhaupt mit mir passiert ist: Ich wurde von einem Populisten geködert. Genau so hat auch Donald Trump seine Wähler gewonnen, und erst als ich das mitbekam, fiel bei mir dieser Groschen. Vermutlich können wir alle von Glück sagen, daß Uwe Hück damals nicht zum Spitzenkandidaten der SPD geworden ist. 

Daß Miosga sich heute damit profilieren will, einen US-Präsidenten, der ein mieser Charakter, unzuverlässig, verlogen, ohne Skrupel, brutal und egoistisch ist sowie bedenkliche Anzeichen zunehmender Demenz zeigt, als grundsätzlich mögliches Vorbild für Deutschland zu präsentieren, fügt sich perfekt in das, was ich sowieso von ihr dachte. Dasselbe gilt dafür, daß sie diese Frage ausgerechnet einem Vertreter der AfD stellt und ihm eine Menge Sendezeit für seine Meinung zu dieser Frage bietet. Und dann verhält sie sich ihm gegenüber noch auf eine Weise, die garantiert dafür sorgen wird, daß eine Menge Zuschauer das als unangemessen empfunden haben werden - womit sie der AfD genützt hat, nicht geschadet. Gar nicht davon anzufangen, daß jede Minute Sendezeit und jede Zeile, die sich mit der AfD befaßt, egal wie negativ, ihr ausweislich der Entwicklung der Wahlumfragen auch nützt. 

Mir geht dieses gestrige Gespräch mit dem AfD-Wähler auch deshalb noch im Kopf herum, weil es sich als unmöglich erwiesen hat, mit ihm einen richtigen Dialog zu führen, obwohl wir in unserer Unzufriedenheit mit dem, was die anderen Parteien tun, eigentlich eine große inhaltliche Schnittmenge hatten und uns in diesem Bereich auch einig waren. Nach eigenem Bekunden handelt es sich bei ihm um einen sogenannten Protestwähler - im Verlauf des Gesprächs hat er gefühlt zwanzigmal wiederholt, daß er ja gar keine AfD-Regierung haben will. Es ist mir nicht gelungen, ihn dazu zu bewegen, sich auch nur einen Satz vollständig anzuhören, in dem ich darauf hinweisen wollte, daß er sie aber trotzdem bekommen kann, wenn er sie wählt, und dann gar nicht glücklich darüber sein wird. Er hat mich aber jedes Mal unterbrochen und wie eine gesprungene Schallplatte denselben Text wieder von vorn begonnen. 

Er will AfD wählen, weil er glaubt, keine andere Wahl zu haben, weil, wie er sagt - und da kann ich ihm, siehe oben, kaum widersprechen - die anderen Parteien im Bundestag ja sowieso nur Mist machen. Er will, daß sie in eine Koalition mit der AfD gezwungen werden, denn er glaubt für diesen Fall etwas sehr Merkwürdiges: einerseits, daß der oder die Koalitionspartner der AfD sie mühelos im Griff behalten würden (nicht sehr logisch, da es ja dieselben Parteien sind, die er gleichzeitig für unfähig hält), aber gleichzeitig auch durch diesen Koalitionspartner gezwungen wären, endlich vernünftiger zu werden. Ich gebe das jetzt mal so wieder, wie sich das in dem ansonsten fruchtlosen Gespräch nach und nach herauskristallisiert hat. Erwähnen sollte ich auch, daß ich den Eindruck hatte, daß dieser Wähler sich enorm anstrengt, nur keinerlei Zweifel an sich heranzulassen, deswegen auch die ständigen Unterbrechungen. Er steht erkennbar unter hohem inneren Druck. Das Ergebnis seiner eigenen inneren Bilanz lautet, daß ihm nichts anderes übrigbleibt, als AfD zu wählen, aber offenbar muß er auch Einwände seiner eigenen inneren Stimme bekämpfen. 

Was mich beschäftigt: Implizit drückte er ja ein großes Vertrauen in die Stabilität unserer staatlichen Ordnung aus - ein Vertrauen, wie es die Trump-Wähler in den USA auch gehabt haben dürften. Falls ich ihn überhaupt mit irgendeinem Argument doch erreicht habe, dann war es der Verweis auf das, was in den USA seit Trumps Amtübernahme vor einem Jahr tatsächlich geschehen ist, obwohl die US-Demokratie keineswegs instabil war. Und daß die AfD außerdem von Trump und Konsorten unterstützt wird und wir damit rechnen müßten, daß wir mit einer AfD-Regierung solche Dinge, wie sie die Amis gerade im eigenen Land erleben, ebenfalls bekommen werden. 

Die gute Nachricht, die ich aus dem Gespräch mitnehme, ist, daß es grundsätzlich schon möglich sein müßte, durch veränderte politische Angebote - ggf. eine neue Partei, die alten sind wohl längst zu abgewirtschaftet, um sich noch einmal entsprechend neu erfinden zu können - Wähler mit diesem Mindset von der AfD wieder abzubringen. Und daß im Osten bei Wahlen im regionalen und lokalen Bereich Parteilose der AfD vorgezogen werden, spricht dafür, daß sie einen bedeutenden Anteil der AfD-Wähler ausmachen. 

Die schlechte Nachricht lautet, daß es solche Angebote außer im lokalen/regionalen Bereich im Moment gar nicht gibt. Entweder also es bildet sich bald eine wählbare und glaubwürdige neue Partei (oder etwas, das die Rolle einer Partei bei der nächsten Bundestagswahl ausfüllen kann) oder ich sehe dieses Land in nicht allzu ferner Zeit mit viel Karacho gegen die Wand fahren. Niemand traut dieser Bundesregierung ja noch über den Weg, und das gilt auch für diejenigen, die die CDU oder SPD trotzdem immer noch wählen würden. Das liegt nicht nur daran, daß sie gar nichts tut, um vielleicht ja doch noch "die Köpfe und Herzen" zu gewinnen (offenbar hält sie das für unnötig), sondern auch daran, daß ihre Lösungsvorstellungen keinen roten Faden enthalten und deshalb wie ein Haufen beliebige und wahllos zusammengestellte Grausamkeiten aussehen, die nur deshalb ausgewählt wurden, weil sie halt die Chance bieten, zu denjenigen, die sich am wenigsten wehren können, grausam sein zu dürfen. 

Das Problem ist nur, sie können sich sehr wohl wehren, nämlich an der Wahlurne. Und wie soll man denen, die sich vor diesen Grausamkeiten fürchten, denn vermitteln, daß das verglichen mit dem, was uns mit der AfD blühen würde, noch der reinste Kindergeburtstag ist? Deren Grausamkeiten müssen sich offenbar erst materialisieren. 

*** 

Jetzt ist es wahrhaftig zehn Tage her, daß ich das letzte Mal ein Mäuschen unter dem Dach vorgefunden hatte. Offenbar haben wir jetzt zwar noch "Garten-Mäuse", aber keine mehr, die unser Haus als gewohnten Teil ihres Lebensraums betrachten. Das ist doch mal ein Fortschritt - obwohl ich gestehen muß, irgendwie fehlt mir jetzt doch was. Meine Mutter beschwert sich auch schon, weil ich gar keine Mäusegeschichten mehr zu erzählen habe. 

 

 

 


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